Wie rhythmische Therapie wirkt

12.07.2023

Musik hören und spielen regt das Gehirn an.

Bildrechte: Kliniken Valens

Bildrechte: Kliniken Valens, Symbolbild Musiktherapie im Rehazentrum Valens

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Bildrechte: Kliniken Valens, Symbolbild Musiktherapie im Rehazentrum Valens

Viele in den letzten Jahren gemachte Studien zeigen auf, wie Musik die Lebensqualität von Parkinsonbetroffenen verbessern kann. Doch was passiert da genau im Gehirn?

Die Infoformationstagung in Valens vom 6. Juli 2023 lieferte darauf konkrete Antworten. Dabei stand der Rhythmus im Fokus. «Die Fähigkeit, Rhythmus zu spüren, ist in Menschen aller Kulturen seit jeher verankert», erklärte die Kunsttherapeutin Susanne Lippert-Lehle. Dabei spielen unterschiedliche Hirnregionen zusammen. «Wenn sich jemand synchron zum gehörten Ton bewegt oder trommelt, schwingen Teile des Gehirns zur Schlagfrequenz mit.»

Das kann Parkinsonsymptome für eine gewisse Dauer lindern. «Die Freude an der Musik selbst und die damit verbundenen Glücksgefühle sowie das «Sich-in-Einklang-bringen» sorgen für einen regelrechten Dopamin-Kick. Das Belohnungssystem wird angeregt, wodurch sich Bewegungen einfacher auslösen lassen», sagte Susanne Lippert-Lehle.

Dass rhythmische Therapie mit Trommeln eine positive Wirkung hat, erfuhren die Teilnehmende der Infotagung am eigenen Körper. Unter der Anleitung der Kunsttherapeutinnen des Rehazentrums Valens spielten einige Freiwillige zusammen Djembe. Dabei fanden sie schnell in einen gemeinsamen Rhythmus. «Zu trommeln regt den Körper an», sagte eine Betroffene im Anschluss, sie spüre die Vibration noch immer. Eine andere fühlte sich befreit und geerdet. Und auch Teilnehmende, die der rhythmischen Therapie nur zugesehen und zugehört hatten, nahmen ein Kribbeln in den Händen war. Als hätten sie selbst mitgetrommelt.

Kreativtherapie Rehazentrum Valens

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