Parkinson am Arbeitsplatz
Die Diagnose Parkinson zu erhalten, ist nie einfach. Sind Betroffene noch erwerbstätig, stellen sich zusätzliche Fragen rund um die Arbeitsfähigkeit und den Versicherungsschutz.
Wie in allen Lebensbereichen kann sich Parkinson auch am Arbeitsplatz auf vielfältige Weise zeigen und zu möglichen Herausforderungen führen: Bisher automatisierte Bewegungen brauchen Konzentration, Stress verstärkt die Symptome, Bewegungen sind verlangsamt oder Multitasking ist reduziert. Dies kann sich auf die Arbeit auswirken und für Betroffene, das Team sowie Vorgesetzte spürbar werden. Auch eine veränderte Mimik, die wirkt, als wäre jemand desinteressiert, kann irritieren und Fragen aufwerfen. Hinzu kommt, dass sich diese Auswirkungen von Tag zu Tag anders zeigen können, da sie von verschiedenen Faktoren wie etwa der Wirkung der Therapie (Medikamente, Bewegung) und Stress abhängen.
Bewegung als Therapie
Schauen die Beteiligten gemeinsam, wo Möglichkeiten und Grenzen mit der Krankheit liegen, lassen sich Strategien entwickeln. So können präventive Massnahmen ergriffen und eine parkinsonbedingte Erschöpfung vermieden werden. Fehlen beispielsweise die nötigen Erholungszeiten, wird Stress ausgelöst, was wiederum die Symptome verstärkt – ein Teufelskreis. Wichtig zu wissen: Bewegung ist neben den Medikamenten ein zentraler Pfeiler der Therapie.
Ist eine parkinsonbetroffene Person nach der Arbeit so erschöpft, dass keine Energie für Bewegung und Sport bleibt, fehlt ein Teil der Therapie. Am runden Tisch gilt es die beste Lösung für alle Beteiligten zu finden: für die betroffene Person, für den Arbeitgebenden und für die Sozialversicherungen. Sie alle verfolgen ein eigenes und doch ein gemeinsames Ziel. Arbeitnehmende sollen im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten im Arbeitsprozess bleiben können. Gleichzeitig ist es richtig, dass Arbeitgebende nur die Leistung bezahlen, die sie erhalten. Und die Sozialversicherungen gleichen lieber eine reduzierte Arbeitsfähigkeit aus, als später für einen totalen Arbeitsausfall aufkommen zu müssen.
- Wann ist eine Beratung sinnvoll? Wenn
- Sie sich überlegen, Ihr Arbeitspensum ohne ärztliches Attest zu reduzieren.
- Sie einem Teilpensum nachgehen.
- das Risiko einer Kündigung besteht oder Sie selber kündigen möchten.
- Ihnen ein Stellenwechsel bevorsteht.
Kontaktieren Sie uns frühzeitig und bevor Sie handeln. Das Beratungsteam von Parkinson Schweiz ist für Sie da: Rat-holen
Parkinson im Arbeitsumfeld
Ist jemand bei der Diagnosestellung Parkinson noch im Berufsleben, sind heikle Fragen zu klären.
Parkinson im Arbeitsumfeld