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Wie Parkinson die Beziehung belastet

Parkinson setzt Paaren zu. Ob in einem frühen oder fortgeschrittenen Stadium: Die Erkrankung führt häufig zu Stress und emotionaler Belastungen. Eine Studie gibt Einblick in die Dynamik von Paarbeziehungen und zeigt typische Verhaltensmuster auf.

Von Parkinson betroffene Menschen verschweigen ihre Symptome, weil sie den Partner oder die Partnerin nicht belasten wollen. Angehörige behalten ihre Angst vor der Verschlechterung der Erkrankung für sich. Paare geraten sich bei Diskussion in die Haare, ob der betroffene Partner noch kochen kann oder sich besser schonen sollte. 

Die Beispiele zeigen: Parkinson kann Paarbeziehungen belasten. Doch wie genau wirkt sich die Erkrankung auf das Zusammenleben eines Paares aus? Welche Verhaltensmuster zeigen sich? Um das herauszufinden, haben Forschende der Universität 45 Paare befragt, von denen ein Partner mit Parkinson lebt. Sie führten dabei mit jedem Partner separat ein ausführliches Gespräch.

Typische Verhaltensmuster 
Unabhängig davon, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, waren bei den Paaren drei unterschiedliche Verhaltensweisen zu beobachten. 

Knapp ein Drittel der befragten Paare versucht, zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Ihnen gelingt es, sich an die Erkrankung und die damit verbundenen Veränderungen anzupassen. Dabei zeigen sie Verständnis, Flexibilität und die Bereitschaft, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auf die Bedürfnisse des anderen einzustellen. Dieses Verhalten ermöglicht es dem Paar auch, sich vor einer ungewissen Zukunft zu schützen und ihre längerfristigen Perspektiven zu teilen.

Fehlende Kommunikation 
Den übrigen Paaren, die an der Untersuchung teilgenommen, gelingt diese Anpassung nicht. Entweder sie vermeiden es, über die Krankheit zu sprechen. Oder sie haben unterschiedliche Ansichten darüber.

Wer nicht über Parkinson spricht, möchte sich vor der Erkrankung oder der Reaktion des Partners schützen. Diese mangelnde Kommunikation führt zu Spannungen und Missverständnissen, was die Belastung für einen oder beide Partner sehr gross werden lässt.

Auch eine unterschiedliche Sicht auf die Erkrankung setzt Partnerschaften zu. Wenn sich ein Partner grosse Sorgen macht, während der andere nicht beunruhigt ist, sind häufig dies zu Reizbarkeit und Spannungen zwischen den Partnern die Folge. Diese Diskrepanz, schreiben die Forschenden, könne einen Teufelskreis negativer Interaktionen in Gang setzen. Dabei kann jeder Konflikt die Spannungen steigern und zu gegenseitiger Isolation und Schuldgefühlen führen. 

Fazit und Empfehlung
Die Studie zeigt: Selbst wenn die Symptome mild sind, können sie die Art und Weise deutlich verändern, wie Paare miteinander umgehen. In den meisten Fällen führt dies zu Stress und emotionaler Belastung. Um das zu verhindern, empfehlen die Forschenden, dass Paare schon in einem frühen Stadium der Erkrankung psychologische Unterstützung erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass die behandelnden Fachleute eine schädliche Paardynamik möglichst frühzeitig erkennen.

Quellenangaben

Journal of Parkinson's Disease

zur Studie

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