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09. Juni 2020

Sprechstunde: Parkinsonbedingte Reduktion des Arbeitspensums

Neue Frage: Ich (54 Jahre) beabsichtige, demnächst meine Arbeitszeit um 50% zu reduzieren. Wie muss ich vorgehen?


Ich bin 54 Jahre alt. Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde bei mir Parkinson diagnostiziert. Im Moment arbeite ich noch 100%. Mittlerweile bin ich aber am Nachmittag sehr müde und kann meine beruflichen Aufgaben nur mit Mühe bewältigen. Ich beabsichtige, demnächst meine Arbeitszeit um 50% zu reduzieren. Wie muss ich vorgehen? An wen muss ich mich wenden? Wie sieht das finanziell aus?

Vorsicht, reduzieren Sie das Pensum nicht ohne Arztzeugnis. Der erste Schritt wird sein, mit dem behandelnden Arzt die Arbeitsfähigkeit anzuschauen. Für den Arzt ist es hilfreich, wenn Sie ihm beschreiben können, wo und wie Parkinson Ihre Leistung einschränkt. Attestiert er Ihnen eine Teilarbeitsunfähigkeit, geben Sie dieses Zeugnis Ihrem Arbeitgeber. Dieser wird Sie, falls die Firma entsprechend versichert ist, bei der Krankentaggeldversicherung anmelden. Dauert die reduzierte Arbeitsfähigkeit an, sollten Sie innert 6 Monaten eine Anmeldung bei der IV einreichen.

Die finanziellen Folgen sind je nach Situation sehr unterschiedlich. Informationen dazu erhalten Sie im Rahmen einer individuellen Beratung. Dabei können mehrere Aspekte von Parkinson am Arbeitsplatz und das Zusammenspiel der verschiedenen Sozialversicherungen angeschaut werden.

Antwort von René Gossweiler, Leiter Bereich Beratung und Bildung Parkinson Schweiz, September 2019

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