News

19. Dezember 2017

Rückblick Informationstagung

Historisches im Luzerner Kantonsspital


Rund 100 Interessierte besuchten am 22. November die Informationstagung im Luzerner Kantonsspital. Der neue Beruf der Parkinson-Nurse wird immer wichtiger.

Prof. Dr. med. Stephan Bohlhalter, Leiter Neurozentrum Luzern, begrüsste die rund 100 Interessierten im Luzerner Kantonsspital. Er nahm das Publikum mit auf eine 200-jährige Zeitreise, die 1817 begann. Damals hatte James Parkinson die später nach ihm benannte Krankheit als «Schüttellähmung» beschrieben. Eine entscheidende Entdeckung für die Therapieentwicklung war, dass die abnehmende Dopaminproduktion eine zentrale Rolle bei der Parkinsonkrankheit spielt. Meilensteine in der Geschichte der Parkinsontherapie sind L-Dopa, die Tiefe Hirnstimulation und die Duodopa-Pumpe. Professor Bohlhalter berichtete zudem über aktuelle Forschungsergebnisse zu den L-Dopa-haltigen Bohnen Mucuna pruriens. Diese lassen auf eine kostengünstige Therapie für Entwicklungsländer hoffen. Neue Forschungsansätze gehen der Frage nach, ob Parkinson im Magen-Darmtrakt beginnt oder ob Asthmamedikamente eine vorbeugende Wirkung gegen Parkinson haben könnten.