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17. September 2019

Sprechstunde: Ergotherapie für Parkinsonbetroffene

Neue Frage: Was genau ist Ergotherapie und was kann es bei Parkinsonbetroffenen bewirken?


Ergotherapie will durch gezielt ausgeübte und eintrainierte Aktivitäten eine Verbesserung verschiedener, vor allem motorischer Funktionen und evtl. auch eine Schmerzlinderung erzielen.

Diplomierte Ergotherapeutinnen sind Experten für Alltagsaktivitäten. Sie analysieren die Tätigkeiten und den Behinderungsschwerpunkt von Patienten im Alltag, stimmen die Tätigkeiten auf die erhaltenen Funktionen ab und trainieren Handlungsabläufe. Je nach Notwendigkeit unterstützen sie diese Aktivitäten durch Anpassung der Umgebung (Stühle, Tische, Werkzeuge, Bett etc.) und/oder spezifische Hilfsmittel.

Durch Einsatz verschiedener Behandlungskonzepte auf neurophysiologischer, neuropsychologischer und/oder psychosozialer Grundlage und unter Anwendung handwerklicher, gestalterischer sowie spielerischer Techniken werden Patienten aller Altersstufen gefördert. Elementar ist das Üben lebenspraktischer Tätigkeiten. Durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten soll dem Patienten eine möglichst grosse Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit im Alltag ermöglicht werden. (z.B.: Wasch-Anziehtraining mit Schlaganfallpatienten oder Förderung der Wahrnehmung bei entwicklungsverzögerten Kindern).

Gerade auch bei Parkinsonpatienten kann durch spezifische Übungstherapie die individuell sehr unterschiedlich gelagerte Behinderung reduziert werden. 

(Antwort von Prof. Dr. med. Mathias Sturzenegger)

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