So funktioniert Parkinson Schweiz

Eine starke Organisation braucht eine klar strukturierte Führung – und eindeutige Gewaltentrennung. Aus diesem Grund verteilen sich die Verantwortlichkeiten bei Parkinson Schweiz auf sechs Organe: die Mitgliederversammlung, den Vorstand, den Fachlichen Beirat, den Forschungsausschuss, die Revisionsstelle und die Geschäftsführung. Nur die beiden Letzteren operieren mit bezahlten Mitarbeitenden. Die fast 100 Mitglieder von Vorstand, Fachlichem Beirat und Forschungsausschuss wirken vollumfänglich ehrenamtlich.

Die Mitgliederversammlung (MV)

Die ordentliche MV findet einmal jährlich statt. Ihr obliegt neben der Abnahme des Jahresberichtes und der Jahresrechnung auch die Wahl von Präsidium, Vorstand und Revisionsstelle. Zudem legt die MV die Mitgliederbeiträge fest und ernennt Ehrenmitglieder. Alle Statutenänderungen müssen ebenfalls durch die MV genehmigt werden.

Der Vorstand der Vereinigung

Bereits bei der Gründung der Vereinigung wurde in den Statuten festgeschrieben, dass im aus mindestens neun Personen bestehenden Vorstand alle Interessengruppen, die grundlegenden Sachfunktionen sowie alle Landesteile vertreten sein müssen. Daher engagieren sich im jeweils auf zwei Jahre gewählten Vorstand neben dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten auch Fachpersonen für Finanzen und Juristik, Betroffene, Angehörige, SHG-Leitende und Vertreter der Ärzte­schaft sowie anderer Berufe des Gesundheitswesens.

Der aktuell aus 15 Personen bestehende Vorstand verantwortet die strategische Planung, die Mittelbeschaffung und -verwaltung sowie die Genehmigung des Jahresbudgets. Zudem wählt er die Geschäftsführung sowie den Präsidenten und die Mitglieder des Fachlichen Beirates und des Forschungsausschusses. Für Ehrenmitglieder hat er ein Vorschlagsrecht.
Gewisse Aufgaben können an den Vorstandsausschuss delegiert werden. Dieser besteht in der Regel aus dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten, den Beauftragten für Finanzen und Juristik sowie einem Vertreter der Ärzteschaft, wobei darauf geachtet wird, dass in diesem fünfköpfigen Gremium auch die Romandie vertreten ist.

Geschäftsführung und Regionalbüros

Die vom Vorstand eingesetzte Geschäftsführung leitet die Geschäftsstelle und die Regionalbüros und nimmt – mit beratender Stimme – an den Sitzungen von Vorstand und Vorstandsausschuss teil. So ist ein steter Informationsfluss garantiert und die Geschäftsleitung kann die Interessen, Vorschläge und Erfahrungen, die die Geschäfts­stelle und die Regionalbüros im Kontakt mit den Mitgliedern und den Selbsthilfegruppen sammeln, im Vorstand einbringen. Diese «Von-unten-nach-oben-Strategie» sorgt dafür, dass der Vorstand sehr «nahe» an den Mitgliedern operiert – ganz im Sinn der Grundidee der Vereinigung, gezielten Nutzen für die Betroffenen zu schaffen.

Der Fachliche Beirat

Der vom Vorstand gewählte Fachliche Beirat konstituiert sich aus Ärzten sowie anderen mit der Parkinsonkrankheit befassten Fachpersonen des Gesundheitswesens (z. B. Pflegefachkräfte, Physio- und Ergo­thera­peuten, Sozialarbeiter, Psychologen etc.). Diese beraten den Vorstand und die Geschäftsstelle in allen Fachfragen und unterstützen diese bei der Informationsarbeit (Publikationen, Magazin, Vorträge). ­Zudem beantworten sie Patientenanfragen, unter anderem über die Gratis-Hotline Parkinfon.

Der Forschungsausschuss

Der Forschungsausschuss, in dem sich Neurologen, Neurochirurgen sowie andere medizinische Fachpersonen engagieren, wird vom Präsidenten des Fachlichen Beirates geleitet. Mitglieder sind ferner der Vertreter der Ärzteschaft im Vorstandsausschuss sowie der Beauftragte für Finanzen und Controlling. Der Forschungsausschuss beurteilt eingehende Forschungs­gesuche, entscheidet über die Beiträge und legt deren Höhe im Rahmen des vom Vorstand genehmigten Jahresbudgets fest.

Die Revisionsstelle

Die Rechnungsführung durch den Vorstand wird von einer durch die MV gewählten Revisionsgesellschaft jährlich geprüft.           

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