Was ist ein DaT Scan?

Ich bin 46 und zittere in Ruhe rechtsseitig an Arm und Bein. Der Arzt meint, es könnte Parkinson sein, und will einen L-Dopa-Test und einen «DaT Scan» machen. Zwar konnte er mir den L-Dopa-Test gut erklären (einmalige Testdosis mit L-Dopa und anschliessende Beobachtung der Symptome). Aber was genau ist ein DaT Scan?

Der DaT Scan (Dopamin-Transporter-Schnittbild) ist eine funktionelle Schnittbilddarstellung bestimmter Hirnareale. Bei Parkinson lässt sich so der verminderte Dopaminstoffwechsel in den Basalganglien, speziell im Striatum, nachweisen – und zwar im typischen Fall asymmetrisch, also einseitig betont (entsprechend den einseitigen klinischen Symptomen). Es gibt verschiedene Bild-gebende Methoden, um den Neurotransmitterstoffwechsel darzustellen. Man kann z.B. die Rezeptoren des Dopamins oder dessen Transporterproteine (DaT) darstellen. Für die DaT-Scan-Methode wurde eine Substanz (123-Jod-Ioflupan) entwickelt, mit der die Transporterproteine, welche die Dopaminfreisetzenden Nervenzellen enthalten, dargestellt werden. Je mehr solche Nervenzellen vorhanden sind, umso stärker reichert sich die Substanz an, und umso «heller» wird dann das Bild an der entsprechenden Stelle.
Diese Methoden sind aufwendig, teuer und nicht spezifisch für Parkinson. Sie können nur zusammen mit den klinischen Befunden interpretiert und verwertet werden.   Prof. Dr. med. Mathias Sturzenegger

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Zweifel an der Diagnose

Ich bin 74, mein Parkinson hat vor etwa drei Jahren zunächst mit Schwindel und dem Nachziehen des linken Beins begonnen. Jetzt gehe ich unsicher, brauche einen Stock und bin allgemein viel langsamer, auch im Denken. Mein Hausarzt hat mir ein Parkinsonmittel verschrieben, das mir aber nicht hilft. Jetzt quält mich eine Inkontinenz, mein Gynäkologe hat aber nichts gefunden. Kann man sich Parkinson auch einbilden?

Ich glaube nicht, dass man sich Parkinson einbilden kann, jedenfalls nicht so, wie diese Krankheit ein erfahrener Neurologe diagnostiziert. Es gibt aber andere Krankheiten, deren Symptome denen der parkinsonschen Krankheit ähneln, etwa Depressionen, Durchblutungsstörungen des Gehirns oder Störungen der Nervenwasserzirkulation. Gerade bei diesen Krankheiten wirken die Parkinsonmittel nicht. Störungen des Denkens und des Gehens sowie eine Inkontinenz trotz guter Beweglichkeit, Geschicklichkeit der Arme und ungestörter Sprache lassen an eine Durchblutungsstörung denken. Inkontinenz an sich ist ein äusserst vieldeutiges Symptom. Am besten wenden Sie sich damit an Ihren Hausarzt oder den behandelnden Neurologen.  Prof. Dr. med. Mathias Sturzenegger

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